IMO-CO₂-Regelungen 2026: Das ändert sich für Exporteure
Januar 1, 2026
Lesezeit: 3 minutes
Warum 2026 zum Wendepunkt wird
Ab dem 1. Januar 2026 treten verschärfte Klimavorgaben der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) in Kraft. Diese betreffen insbesondere die CO₂-Effizienz, Emissionstransparenz und die Vorbereitung auf globale Bepreisungsmechanismen. Für Exporteure bedeutet das: mehr Daten, mehr Verantwortung – und mehr Planungsaufwand.
Zentral sind dabei verschärfte CII-Ziele für 2027–2030, neue Prüf- und Berichtspflichten sowie erste Marktinstrumente zur CO₂-Bepreisung. Wer bereits heute die richtigen Weichen stellt, sichert sich operative Stabilität und stärkt die eigene Nachhaltigkeitsbilanz.
IMO-Instrumente im Überblick
EEXI – Energy Efficiency Existing Ship Index
Bewertet die technische Effizienz bestehender Schiffe, etwa durch Power-Limitation oder Optimierungen am Schiffskörper.
CII – Carbon Intensity Indicator
Misst die jährliche CO₂-Intensität in gCO₂ pro Tonnenkilometer. Reedereien müssen ihre Flotten schrittweise verbessern. Schlechte Ratings (D oder E) verpflichten zur Nachbesserung.
SEEMP Part III
Energie-Management-Plan auf Schiffs-Ebene mit CII-Überwachung und Maßnahmenkatalog bei Abweichungen.
DCS – Data Collection System
Sammelt Betriebsdaten zu Kraftstoffverbrauch und Emissionsfaktoren als Basis für Audits und Berichte.
Net-Zero-Rahmen (NZF)
Politisch-technischer Rahmen zur Einführung von Kraftstoffstandards und Bepreisungselementen ab 2028 ff.
Zeitstrahl 2024–2030: Was Exporteure beachten sollten
2024–2025: Review bestehender IMO-Maßnahmen, Vorbereitung auf Phase 2
ab 01.01.2026: Start der Phase-2-Revision, schärfere CII-Vorgaben, neue Auditpflichten
2027–2030: Jährlich steigende CII-Ziele mit operativen Auswirkungen (z. B. Routing)
ab 2028: Umsetzung von CO₂-Kostenbestandteilen in Frachtraten
Auswirkungen auf Angebote, Routen und Dokumente
1. Angebote & CO₂-Transparenz
Zunehmend enthalten Offerten CO₂-Kennzahlen wie gCO₂/tkm oder Well-to-Wake-Werte. Prüfe:
Einheit und Methodik der Berechnung
Quelle und Messmethode
Schiffs- und Dienstbezug (IMO-Nummer, CII-Rating)
Qualität und Auditierbarkeit der Daten
2. Fahrpläne & Routing
Langsameres Fahren zur Effizienzsteigerung kann zu geänderten ETAs führen. Empfehlung:
Checkliste: Deine 10 Schritte durch die IMO-CO₂-Regelungen 2026
Trade-Lanes analysieren
CO₂-KPI-Set definieren
Ausschreibungen aktualisieren
Carrier-Roadmaps prüfen
Fahrpläne live einbinden
Gate-Ready-Prozess schärfen
Daten-Workflow etablieren
Versicherungspolicen prüfen
Zollprozesse synchronisieren
Quartalsweise Review durchführen
FAQ: imo co2 regelungen 2026
Was ändert sich ab 2026 konkret? Verbindlichere CII-Vorgaben, schärfere Audits und mehr Emissionsdaten in Angeboten.
Muss ich als Exporteur selbst an die IMO berichten? Nein, aber du solltest CO₂-KPIs anfordern und dokumentieren (Scope 3).
Steigen die Frachtraten durch die neuen Regeln? Zusätzliche CO₂-Kosten möglich, genaue Zahlen nur auf Angebotsbasis.
Was ist der Unterschied zwischen EEXI und CII? EEXI misst technische Effizienz, CII die betriebliche CO₂-Intensität.
Gibt es zusätzlich regionale Vorschriften? Ja, z. B. EU-ETS oder FuelEU Maritime je nach Route.
Fazit: Mit Daten, Flexibilität und starken Partnern durch 2026
Die imo co2 regelungen 2026 bringen mehr Verantwortung, aber auch mehr Steuerbarkeit. Wer CO₂-Daten intelligent nutzt, Flexibilität in der Logistik schafft und Gate-Ready-Standards durchsetzt, bleibt lieferfähig – auch bei dynamischen CII-Anpassungen.
Plane rechtzeitig, setze auf transparente Partner und sichere dir belastbare CO₂-Daten für ein nachhaltiges Exportgeschäft.
Disclaimer: Alle Informationen in diesem Beitrag sind sorgfältig recherchiert, können sich jedoch jederzeit ändern. ODS Orient übernimmt keine Haftung für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen.
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