Kurzantwort: Ein PCTC (Pure Car and Truck Carrier) ist ein Spezialschiff, das ausschließlich für den Transport von Fahrzeugen gebaut ist. Im Inneren stapeln sich viele Fahrzeugdecks übereinander, verbunden durch Rampen. Fahrbereite Autos, Lkw und Baumaschinen fahren nach dem RoRo-Prinzip auf eigener Achse an Bord und wieder herunter. Verstellbare Decks schaffen Platz für hohe Ladung. So bewegt ein PCTC mehrere tausend Fahrzeuge schonend über die Weltmeere — das Rückgrat der modernen Fahrzeugverschiffung.
Ein PCTC ist ein reiner Fahrzeugfrachter — ein hoher, kastenförmiger Schiffstyp, der von außen an ein schwimmendes Parkhaus erinnert. Statt Laderäumen für Container besitzt er zahlreiche flache Decks, die wie Etagen übereinanderliegen. Genau darauf ist die gesamte Konstruktion ausgelegt: möglichst viele Fahrzeuge sicher und platzsparend unterzubringen. PCTC-Schiffe sind das Herzstück der RoRo-Verschiffung und fahren feste Routen zwischen den großen Fahrzeughäfen der Welt.
Beide Begriffe klingen ähnlich, meinen aber leicht Verschiedenes. Ein PCC (Pure Car Carrier) ist ausschließlich auf Pkw ausgelegt. Ein PCTC (Pure Car and Truck Carrier) ist flexibler: Er kann zusätzlich zu Autos auch schwerere und höhere Ladung wie Lkw, Busse oder Baumaschinen aufnehmen. Möglich macht das eine stärkere Deckskonstruktion und verstellbare Decks. In der Praxis wird „PCTC" heute als Standardbegriff für moderne Fahrzeugfrachter verwendet.
RoRo steht für „Roll-on/Roll-off". Fahrbereite Fahrzeuge fahren über eine große Heck- oder Seitenrampe selbst an Bord und werden über interne Rampen auf ihr Deck gelenkt. Es sind keine Kräne nötig. Fahrer positionieren jedes Fahrzeug, dann wird es mit Zurrgurten gegen Bewegung auf See gesichert. Beim Löschen läuft alles rückwärts ab. Dieses schnelle, schonende Verfahren ist auch die Basis der RoRo-Verschiffung in Europa.
Nicht jedes Fahrzeug ist gleich hoch. Damit ein PCTC sowohl flache Sportwagen als auch hohe Baumaschinen laden kann, sind viele Decks höhenverstellbar (hoistable). Werden sie angehoben, entsteht darunter Raum für „High & Heavy"-Ladung. Werden sie abgesenkt, passen mehr Pkw-Etagen übereinander. Diese Flexibilität macht das Schiff wirtschaftlich und erlaubt es, eine bunte Fahrzeugmischung in einer einzigen Reise zu befördern.
Das Spektrum ist breit: Pkw, Transporter, Lkw und Busse ebenso wie Land- und Baumaschinen, Trailer oder andere rollfähige „High & Heavy"-Güter. Entscheidend ist, dass die Ladung rollen kann — entweder auf eigenen Rädern oder auf speziellen Rolltrailern. Für die Sicherheit auf See gelten internationale Vorgaben, unter anderem der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation zu Stabilität und Ladungssicherung.
Wofür steht die Abkürzung PCTC?
PCTC steht für „Pure Car and Truck Carrier", also einen reinen Fahrzeugfrachter für Autos und Lkw.
Werden Fahrzeuge auf einem PCTC in Containern transportiert?
Nein. Fahrzeuge fahren offen auf den Decks und werden dort gesichert. Das ist der Kern des RoRo-Prinzips.
Können auch Baumaschinen mit einem PCTC verschifft werden?
Ja. Dank verstellbarer Decks nehmen PCTC-Schiffe auch hohe und schwere „High & Heavy"-Ladung auf.
Wie viele Fahrzeuge passen auf ein PCTC?
Je nach Größe des Schiffs sind es mehrere tausend Fahrzeuge pro Reise, verteilt auf viele Decks.
Muss mein Fahrzeug fahrbereit sein?
Für den klassischen RoRo-Transport ja. Nicht fahrbereite Fahrzeuge lassen sich in der Regel nur über spezielle Rolltrailer verladen.
Ist RoRo schonender als andere Verfahren?
Ja, weil kein Umheben per Kran nötig ist. Das Fahrzeug rollt direkt an seinen Platz und wird dort gesichert.
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